Cooper Monaco MK II Ecurie Ecosse

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Technische Daten:

Baujahr: 1960
Motor: Coventry Climax FPF
Vierzylinder Reihenmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen; Aluminium-Zylinderkopf
Getriebe: 5-Gang Cooper-Knight C5S Getriebe
Hubraum: 2.495 ccm
Zylinder: 4
Leistung: 178 KW / 243 PS bei 6.650 1/min


Fahrzeugbeschreibung:

Wir freuen uns, dass wir Ihnen einen der bedeutendsten Cooper Monaco anbieten können.

Den ex Sir Jackie Stewart, Sir Jack Brabham, Roy Salvadori, Tommy Dickson, Bruce Halford, Jimmy Blumer, Bill Stein & Bill Dryden

1960 Cooper Monaco MK II Ecurie Ecosse

1 von etwa 30 gebauten Cooper Monaco

ex Ecurie Ecosse

original Coventry Climax 2½-litre FPF Motor (Formel 1 Weltmeistermotor 1959 und 1960)

umfangreiche Rennhistorie inclusive 24h Le Mans 1961, 1.000 km Nürburgring 1961, ….

insgesamt 25 Siege bei 48 dokumentierten Renneinsätzen

gefahren von:

Sir Jackie Stewart (Formel 1 Weltmeister 1969, 1971, 1973)

Sir Jack Brabham (Formel 1 Weltmeister 1959, 1960, 1966)

Roy Salvadori (Formel 1 Rennfahrer, Le Mans Sieger 1959)

Tommy Dickson (Le Mans und Sportwagen-Weltmeisterschafts-Rennfahrer)

Bruce Halford (Formel 1, Le Mans und Sportwagen-Weltmeisterschafts-Rennfahrer)

Jimmy Blumer (Le Mans und Sportwagen-Weltmeisterschafts-Rennfahrer)

Bill Stein & Bill Dryden (Formula Libre und Britische Sportwagenmeisterschafts-Rennfahrer)


Der schottische Geschäftsmann und Grand Prix Rennfahrer David Murray gründete die Ecurie Ecosse im November 1951.

Im Laufe der Jahre avancierte das stolze Schotten-Team zu einer festen Größe im internationalen Motorsport. 1956 und 1957 triumphierte die Ecurie Ecosse mit einem von Ron Flockhart, Ninian Sanderson und Ivor Blueb pilotierten Jaguar D-Type bei den 24h Le Mans.

Zu den bekanntesten Ecurie Ecosse Fahrern gehörten der dreifache Formel 1 Weltmeister Jackie Stewart, der dreifache Formel 1 Weltmeister Jack Brabham sowie der zweifache Formel 1 Weltmeister Jim Clark.

Für die Ecurie Ecosse war der Cooper Monaco (registration number DS 288) der erste Einsatzwagen mit einem im Heck installierten Motor. In diesem Fall ein 2½-litre Coventry Climax FPF mit Doppelnockenwellen-Vierzylinder (Info: der Coventry Climax 2½-litre FPF Motor ist der Formel 1 Weltmeistermotor 1959 und 1960). Die Jungfernfahrt ging am 28. Mai 1960 beim Flugplatzrennen im schottischen Chaterhall über die Bühne – auf Anhieb gewann Tommy Dickson zwei Rennen. Es folgten weitere Siege in Goodwood (6. Juni) und erneut Charterhall (3. Juli), sowie ein Ausfall in Silverstone beim Britischen Grand Prix (16. Juli).

Danach trat der Cooper eine Reise über den Atlantik an. Beim Formula Libre-Rennen im amerikanischen Watkins Glen (Bundesstaat New York) belegte Roy Salvadori hinter zwei Formel 1 mit Moss (Lotus 18) und Brabham (Copper-Climax T53) einen exzellenten dritten Platz. Danach ging es per Cargo-Flieger weiter an die Westküste, wo der Ecosse-Wagen beim jährlichen „Los Angeles Times“ Grand Prix für Sportwagen in Riverside antrat. Nach einem Dreher zur Halbzeit reichte es dort nur zu Platz sechs. Danach wurde der Wagen dem inzwischen zweifachen Formel 1-Weltmeister Jack Brabham anvertraut, doch sah der Australier beim Pacific Grand Prix in Laguna Seca nach einem Reifenplatzer und daraus resultierendem Schaden an einer Hinterradbremse nicht das Ziel.

Für die Saison 1961 ging es zurück nach England. Mit Tommy Dickson am Volant reichte es zu einem dritten Platz beim Ostermontag-Rennen in Goodwood (Sussex Trophy), zwei vierten Plätzen in Oulton Park und Aintree, einem Sieg in Charterhall am 23.April und einem weiteren vierten Platz in Silverstone am 6. Mai.

Danach lud David Murray den früheren Maserati-, Lister- und BRM-Fahrer Bruce Halford ein, den Cooper beim Whit-Monday Meeting in Goodwood zu pilotieren. Der bedankte sich mit einem Sieg und fuhr danach zusammen mit Dickson das ADAC 1.000-km-Rennen am Nürburgring, wo man aber mit Aufhängungsschaden ausschied.

Am 10. Juni 1961 folgte Le Mans, mit Halford und Dickson als Fahrer. Hierfür musste der Wagen laut Reglement mit einer unschönen, weil deutlich höheren Windschutzscheibe und einem „Kofferraum“ über der hinteren Motorverkleidung versehen werden. Nachdem David Murray sein ganzes diplomatisches Geschick aufgebracht hatte, um den von den Kommissaren als zweisitzigen Rennwagen deklarierten Cooper durch die technische Abnahme zu bringen, ließ sich das Rennen gut an. Doch nur bis zum Abend, als Halford in seiner 34. Runde unter der Dunlop-Brücke abflog. Nach erfolgter Reparatur startete der Cooper Monaco am 7. August in Aintree, wo ihn Dickson auf Platz drei steuerte. Die Saison 1961 endete mit zwei Siegen von Dickson am 24. September auf der Ecurie Ecosse-Hausstrecke von Charterhall.

1962 wurde der Cooper Monaco nicht bei Rennen eingesetzt. Der FPF Motor des Cooper Monaco wurde in 1962 in einem anderen Fahrzeug der Ecurie Ecosse, dem Tojeiro-Climax verwendet.

Im darauffolgenden Jahr wurde der Cooper Monaco reaktiviert und kam mit Halford beim Silverstone-Meeting im Mai auf Platz sechs, ehe dann Jimmy Blumer drei dritte und einen neunten Platz bei Rennen in Ouston, Charterhall, Snetterton und Oulton Park (alle im Zeitraum Juni/Juli) errang.

Danach vertraute David Murray das Auto einem jungen Newcomer namens Jackie Stewart aus Dumbarton an. Prompt gewann er in Snetterton (5. August 1963), Oulton Park (31.August), Goodwood (21. September) und Charterhall (29. September) insgesamt sechs Rennen infolge.

Es waren diese Glanztaten in einem nicht mehr ganz taufrischen Auto, die Stewarts Karriere den entscheidenden Anschub gaben. Goodwoods Streckenchef Robin McKay machte Ken Tyrrell und John Cooper auf den jungen Schotten aufmerksam, die ihm daraufhin Testfahrten in Goodwood auf einem für 1964 konstruierten 1,0-Liter-Formel 3 ermöglichten. Der Rest der Geschichte ist bekannt…

Zwischen Mai 1960 und April 1964 bestritt der Ecurie Ecosse Cooper Monaco 33 Rennen, wovon er 16 als Sieger beendete. Am 11. April 1964 verlor Jackie Stewart auf kalten Reifen im Training zum Rennen in Oulton Park die Kontrolle und prallte gegen einen Baum. Er kam unverletzt davon, bedauerte aber den Unfall zutiefst: „Denn es war ein wundervolles Auto, in dem ich viele Rennen gewonnen hatte…“

Die Ecurie Ecosse baute den verunfallten Cooper Monaco daraufhin zu einem offenen Einsitzer für „Formula Libre“-Rennen um - dem sogenannten Ecosse Climax.

Als Einsitzer kamen 1965/66 zwölf Rennen mit Bill Stein und drei mit Bill Dryden hinzu. Stein gewann neun Mal – in Ingliston, Croft und Rufforth – holte dazu einen vierten Platz und fiel nur zwei Mal aus. Dryden fuhr ausschließlich in Ingliston und holte dort zwei vierte Plätze bei nur einem Ausfall.

Race History:

Date Circuit Driver Result
28.05.1960 Charterhall Tommy Dickson 1st, 1st
06.06.1960 Goodwood Tommy Dickson 1st
03.07.1960 Charterhall Tommy Dickson 1st
16.07.1960 Silverstone Tommy Dickson retired
02.10.1960 Watkins Glen Roy Salvadori 3rd
16.10.1960 Riverside Roy Salvadori 6th
23.10.1960 Laguna Seca Jack Brabham retired
03.04.1961 Goodwood Tommy Dickson 3rd
15.04.1961 Oulton Park Tommy Dickson 4th
22.04.1961 Aintree Tommy Dickson 4th
23.04.1961 Charterhall Tommy Dickson 1st
06.05.1961 Silverstone Tommy Dickson 4th
22.05.1961 Goodwood Bruce Halford 1st
28.05.1961 Nürburgring Tommy Dickson / Bruce Halford retired
10.06.1961 Le Mans Tommy Dickson / Bruce Halford crash
07.08.1961 Aintree Tommy Dickson 3rd
24.09.1961 Charterhall Tommy Dickson 1st, 1st
1962 (*)      
11.05.1963 Silverstone Bruce Halford 6th
23.06.1963 Ouston Jimmy Blumer 3rd
30.06.1963 Charterhall Jimmy Blumer 3rd
14.07.1963 Snetterton Jimmy Blumer 9th
20.07.1963 Silverstone Jimmy Blumer 3rd in class
05.08.1963 Snetterton Jackie Stewart 1st
31.08.1963 Oulton Park Jackie Stewart 1st, 1st
21.09.1963 Goodwood Jackie Stewart 1st
29.09.1963 Charterhall Jackie Stewart 1st, 1st
21.03.1964 Oulton Park Jackie Stewart 1st
30.03.1964 Goodwood Jackie Stewart 1st in class
11.04.1964 Oulton Park Jackie Stewart crash
11.04.1965 Ingliston Bill Stein 1st
09.05.1965 Ingliston Bill Stein retired
19.06.1965 Silverstone Bill Stein retired
03.07.1965 Croft Bill Stein 1st
25.07.1965 Ingliston Bill Stein 1st
14.08.1965 Croft Bill Stein 1st
19.09.1965 Ingliston Bill Stein 4th
03.10.1965 Ingliston Bill Stein 1st
17.04.1966 Ingliston Bill Stein 1st
08.05.1966 Ingliston Bill Stein 1st
28.05.1966 Ingliston Bill Stein 1st
30.05.1966 Croft Bill Stein 1st
14.08.1966 Ingliston Bill Dryden retired
04.09.1966 Ingliston Bill Dryden 4th
02.10.1966 Ingliston Bill Dryden 4th

(*) no race recorded in 1962, engine transferred to Tojeiro Climax in 1962.

Ende 1966 ging das Fahrzeug in die Privatsammlung von Major Thompson, dem langjährigen Gönner und Finanzier der Ecurie Ecosse, über.

Dort blieb es bis zum 27. August 1970, wo es zusammen mit anderen Wagen aus der Thompson Collection bei einer Sotheby´s Auktion im schottischen Gleneagles Hotel versteigert wurde. Im Publikum war die amerikanische Familie Jenkins mit ihrem damals neujährigen Sohn Todd. Mr. Jenkins ersteigerte den Cooper und verbrachte das Fahrzeug in die USA.

In 1995 ließ der inzwischen erwachsene Todd Jenkins den Cooper in seine Originalform als zweisitziger Cooper Monaco zurückversetzen. Die Restaurierung übernahm der Cooper Spezialist Akin Motorsports aus Ossining, New York. Nach erfolgter Restauration gewann Todd Jenkins mit dem Cooper Monaco auf Anhieb das Lime Rock Park Vintage Festival 1998.

Im August 2001 wurde der frisch restaurierte Cooper Monaco bei der RM „Monterey Sports Car Auction“ versteigert und gelangte so in die Ecurie Ecosse Sammlung von Dick Skipworth. Der setzte den Cooper Monaco mit Barrie Williams 2002 und 2006 bei den Monterey Historics in Laguna Seca ein. Zum Goodwood Revival Meeting wurde der Cooper Monaco in 2005 zur Sir Jack Brabham Parade, in 2007 zur Roy Salvadori Parade und in 2018 zur Ecurie Ecosse Parade eingeladen.

Der letzte Besitzer erwarb den Cooper Monaco in 2013. Seither wurde das Fahrzeug technisch umfangreich überarbeitet (Motor überholt, Kupplung erneuert, …).

Der Cooper Monaco ist selbstverständlich ausführlich im Ecurie Ecosse Referenzwerk „Ecurie Ecosse – A Social History of Motor Racing from the Fifties to the Nineties“ von Graham Gauld beschrieben.

Zum Fahrzeug sind zahlreiche Unterlagen vorhanden (Kopie des originalen Buff Log books, Auktionskataloge von 1970 und 2001, zahlreiche Fotos und Rechnungen, …).

Aufgrund des außergewöhnlichen historischen Stellenwertes eignet sich der Ecurie Ecosse Cooper Monaco besonders für die Teilnahme an den absoluten Top-Veranstaltungen wie Le Mans Classic und dem Goodwood Revival.

Für die Le Mans Classic besteht als originales Teilnehmerfahrzeug eine quasi Startplatzgarantie. Das passende Rennen für den Cooper Monaco beim Goodwood Revival ist die jährlich stattfindende Sussex Trophy. Auch hier bestehen allerbeste Chancen auf eine jährlich wiederkehrende Einladung.

Der Cooper Monaco wird inclusive Le Mans Classic 2022 Startplatz verkauft.

Verkaufspreis 390.000,00 Euro

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